Beyond
Budgeting
Impulse
zur grundlegenden
Neugestaltung der
Unternehmensführung und
Steuerung
von
Jürgen H. Daum
Mehr
und mehr Unternehmen lassen
sich bei der Neugestaltung
ihrer Führungs-, Planungs-
und Steuerungssysteme vom
Beyond Budgeting Management
Modell inspirieren.
Was sind die Motive dieser
Unternehmen?
Was genau ist eigentlich
Beyond Budgeting?
Wie will man das
traditionelle Budgetkonzept
ersetzen oder
erneuern?
Was machen die Unternehmen
dabei für Erfahrungen?
Im neuen Buch von Jürgen H.
Daum (Hg.) geben
ausgewiesene Beyond
Budgeting Experten,
Vertreter des Beyond
Budgeting Round Table (BBRT)
und Manager und Controller
von Unternehmen , die sich
bei der Neugestaltung Ihrer
Führungs- und
Controllingsysteme vom
Beyond Bugdgeting Konzept
inspirieren ließen,
Antworten auf diese Fragen:
Beyond
Budgeting
Impulse
zur grundlegenden
Neugestaltung der
Unternehmensführung und
Steuerung
von
Jürgen H. Daum
Meidenbauer
Verlag, München 2005,
ISBN 3899755332,
271 Seiten, broschiert,
39,90 EUR
»
jetzt
bestellen bei Amazon.de
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Mit Beiträgen von:
Thomas
Boesen, Borealis
Guy Bourdon, Siemens Belux
Dieter Brandes, ehemals ALDI
Nord
Jürgen H. Daum, SAP
Lennart Francke, Svenska
Handelsbanken
Dr.
Rainer Gunz, Borealis
Jeremy Hope, BBRT
Prof. Dr. Péter Horváth,
Universtität Stuttgart /
Horváth AG
Jean-Daniel Luthi, Nestlé
Steve Morldige, Unilever
Niels Pfläging, BBRT Südamerika
Prof. Dr. Utz Schäffer,
European Business School
Matthias Steinke, Boots/BHI
Deutschland
Michael
Zyder, European Business
School
Einleitung
und Vorwort sowie
Inhaltsverzeichnis des
Buches
(erfordert Acrobat
Reader)
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Der
Herausgeber und Autor:

Jürgen
H. Daum ist ist
Management
Adviser in den Bereichen Unter- nehmensführung / Enterprise Management,
Innovationsmanagement und Finance&Control, sowie ein erfolgreicher
Fachbuchautor und ein gefragter Referent und
Seminarleiter auf Konferenzen,
Workshops und Seminaren sowie an Universtitäten und Business Schools im In- und
Ausland.
Als Chief
Solution Architect der
Business Solutions Architects
Group EMEA bei SAP in Walldorf,
agiert er für die
CFOs und Controller
zahlreicher europäischer
Unternehmen als
Ideen- und Impulsgeber bei
der Neuausrichtung der
Finanzorganisation
("Finance
Transformation")
und der
Unternehmenssteuerung
(z.B. zu
den Themen "Beyond
Budgeting"
oder
"Intangible
Assets Management").
Als Leiter
und Gründer
des International Institute of Enterprise - Heidelberg
(IIOE-Heidelberg -
www.iioe.eu),
ein
europäischer Think Tank und eine Training- und Advisor-Organisation, entwickelt
er innovative Konzepte für die unternehmerische Führung und zur Stärkung von
Unternehmertum in Organisationen und unterstützt bei deren Verbreitung und
Implementierung.
Er
veröffentlicht regelmäßig
Beiträge in
Fachzeitschriften, spricht
auf Konferenzen im In- und
Ausland und ist Autor von
„Intangible Assets oder
die Kunst, Mehrwert zu
schaffen“ (dt.: 2002,
engl.: 2003) und „Beyond
Budgeting“ (2005). Vor seinem Eintritt bei SAP war er
kaufmännischer Leiter eines
mittelständischen Unternehmens und davor
Mitgründer und Geschäftsführer einer
Sportswarefirma.
Website: http://www.juergendaum.de
„Die
Beyond Budgeting Bewegung
hat vor etwas über drei
Jahren auch die
deutschsprachigen Länder
erreicht und das Konzept
wird seit dem in Fachkreisen
intensiv diskutiert.
Inzwischen ist der Druck in
den Unternehmen, die über
Jahre und Jahrzehnte
ungeordnet gewachsenen Führungs-
und Steuerungssystemen einer
grundlegenden Neuordnung zu
unterziehen, weiter
gewachsen. Bei der
Neugestaltung kann das
Beyond Budgeting Management
Modell sehr gut als Impuls-
und Ideengeber fungieren.
Meine Erfahrung aus
Kundenprojekten ist, dass
gerade am Anfang die
genauere Betrachtung und
Diskussion von Beyond
Budgeting Fallbeispielen,
die nach landläufiger
Meinung aus dem Rahmen
fallen, da sie ganz oder
weitgehend ohne Budgets
arbeiten, sehr wertvoll ist.
Man bekommt damit nicht nur
den Kopf für Neues frei,
sondern man hinterfragt
meist auch erstmalig
kritisch, systematisch und
aus einer gewissen Distanz
die Controlling-Verfahren
und Management-Konzepte, die
im eigenen Unternehmen seit
Jahren und Jahrzehnten
angewandt wurden.“
Jürgen H. Daum
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Einführung
ins Buchthema und Einblick
in einen Teil der Beiträge:
Der britische Beyond
Budgeting Round Table (BBRT)
hat mit seinem
Beyond-Budgeting-Management-Modell
eine Alternative gegen die
überholte und starre
traditionelle
Budgetsteuerung gesetzt.
Mehr und mehr Unternehmen
lassen sich beim Redesign
Ihrer Steuerungs- und
Planungssysteme vom
Beyond-Budgeting-Konzept
inspirieren. Was sind die
Motive dieser Unternehmen?
Was genau ist eigentlich
Beyond Budgeting? Wie will
man das traditionelle
Budgetkonzept ersetzen oder
erneuern? Was machen die
Unternehmen dabei für
Erfahrungen?
Im
neuen Buch von Jürgen H.
Daum (Hg.) geben ausgewiesene Beyond
Budgeting Experten,
Vertreter des BBRT, und
Manager und Controller von
Unternehmen, die sich bei
der Neugestaltung Ihrer
Controllingsysteme vom
Beyond Budgeting Konzept
inspirieren ließen,
Antworten auf diese Fragen.
Das traditionelle
Management-Modell und die
Budgetsteuerung sind überholt
Die Budgetsteuerung – gängiger
Planungsstandard in den
Europäischen Unternehmen
seit nun über 40 Jahren,
dessen Ursprünge in den USA
fast 100 Jahre in die
Vergangenheit zurück
reichen – befindet sich
heute verstärkt in der
Kritik. Die klassische
Budgetsteuerung sei zu
zeitaufwändig, zu
unflexibel, zu bürokratisch
und verhindere heute die
Nutzung des vollen
Potentials eines
Unternehmens. Feste
Jahresbudgets wirkten alles
andere als motivierend auf
Manager und Mitarbeiter,
sich ambitionierte Ziele zu
setzen. Sie verhinderten
selbständiges und
unternehmerisches Handeln,
und sie sind zu unflexible,
um kurzfristig auf Marktveränderungen
reagieren zu können – so
die gängige Kritik.
Ganz offensichtlich reichen die alten Planungs- und
Steuerungskonzepte heute
nicht mehr aus, um
Unternehmen in einem
globalen, hochdynamischen
Wettbewerbsumfeld
erfolgreich zu steuern. Die
deutsche Controlling-Koryphäe
Prof. Dr. Péter Horváth
stellt in seinem Beitrag
deshalb zu Recht die
Existenzfrage an die
Budgetierung: „Hat die
Budgetierung noch
Zukunft?“ und gibt eine
klare Antwort: „Die
traditionelle Budgetierung,
wie so vor bald 100 Jahren
entwickelt worden ist, hat
keine Zukunft mehr. Dazu
haben sich die situativen
Bedingungen der Unternehmen
grundlegend verändert“.
Ein alternatives Konzept
muss jedoch die
Motivations-, die
Koordinations- und die
Orientierungsfunktion des
Budgets dann durch andere
geeigente Verfahren
ersetzten – so Horváth.
Das Beyond Budgeting
Management Modell als
Alternative
Eine solche Alternative ist
das Beyond Budgeting
Management Modell. Es ist
auf Basis zahlreichen
Fallstudien des britischen
Beyond Budgeting Round Table
/ BBRT entstanden, der die
Vorgehensweise von
Unternehmen untersucht hat,
die ohne fixe Budgets
erfolgreich gemanagt werden.
Ziel des Beyond Budgeting
Management Modells ist, die
Anpassungsfähigkeit und die
Produktivität von
Unternehmen zu steigern.
Dazu müssen vom Controlling
einmal die richtigen Steuerungsinstrumente
und Prozesse konzipiert und
implementiert, vom
Management aber auch eine
passende Management und Führungs-Kultur
gefördert werden, indem
Selbstverantwortung und
marktorientiertes Handeln
auf allen Ebenen im
Unternehmen unterstützt
wird.
Jeremy Hope, einer der drei
Gründer des BBRT sagt dazu
im Interview mit Jürgen H.
Daum:
„Compared with the
traditional management model,
Beyond Budgeting has two
fundamental differences.
First, it is a more adaptive
way of managing. In place of
fixed annual plans and
budgets that tie managers to
predetermined actions,
targets are reviewed
regularly and based on
stretch goals linked to
performance against
world-class benchmarks,
peers, competitors and prior
periods. Second, the Beyond
Budgeting model enables a
more decentralized way of
managing. In place of the
traditional hierarchy and
centralized leadership, it
enables decision-making and
performance accountability
to be devolved to line
managers and creates a
self-managed working
environment and a culture of
personal responsibility.
This leads to increased
motivation, higher
productivity and better
customer service.
Individually these two main
features can produce
significant benefits, but it
is in their combination
where its real strength
lies.”
Die bekannteste Fallstudie
des BBRT ist Svensk
Handelsbanken, eine
schwedische Universalbank,
die vor über 30 Jahren
bereits die Budgetsteuerung
abgeschafft hat und seit dem
(trotzdem) die
skandinavischen Wettbewerber
jedes Jahr hinsichtlich
Kundenzufriedenheit und
Profitabilität/Kapitalrendite
geschlagen hat. Der
Erfolgsfaktor bei
Handelsbanken ist vor allem
die dezentrale Organisation,
das fehlende Budget mehr die
Folge: „Wenn sie dann eine
solche dezentrale, von
Selbstverantwortung geprägte
Profit Center Organisation
haben, dann benötigen sie
sicherlich kein Budget
mehr,“ so Lennart Francke,
Chief Financial Officer (CFO)
von Svenska Handelsbanken,
im Gespräch mit Jürgen H.
Daum.
Aber
auch ALDI in Deutschland ist
ein Fallbeispiel für
budgetlose Steuerung und
dezentrale Führung. Bei
ALDI gibt es weder Budgets
noch Controller, berichtet
Dieter Brandes,
ehemaliges
Verwaltungsratsmitglied von
ALDI Nord in seinem Beitrag.
Denn „Steuerung und
Kontrolle sind Aufgaben
eines jeden Managers
[selbst]“, so Brandes.
Und: „Budgets sind als
Steuerungs- und
Kontrollinstrument
ungeeignet. [...] Die Maßnahmen
eines ganzen Jahres sollten
[...] nicht in wenigen
Wochen in allen Details
voraus bedacht werden. Das
ist tägliche Arbeit und
nicht Aufgabe eines
Kraftaktes im Herbst für
das Folgejahr.
Dynamic Performance
Management
Aber nicht jedes Unternehmen
ist zu so einem so
weitgehenden Schritt in der Lage, wie
Svenska Handelsbanken oder
ALDI – nämlich sowohl die
Organisation, das Führungsmodell
als auch das
Unternehmenssteuerungssystem
gleichzeitig einem radikalen
Wandel zu unterwerfen. Der
größte Teil der
Unternehmen, die sich mit
Beyond Budgeting beschäftigt
haben, ließen sich bislang
vor allem beim Redesign, der
Planungs-, Steuerungs- und
Performance Management
Systeme vom Beyond Budgeting
Modell inspirieren.
Dazu behört
beispielsweise der
Nahrungsmittelkonzern
Unilever.
Steve
Morldige, Projektleiter
Dynamic Performance
Management, das Beyond
Budgeting Projekt des
Unilever-Konzerns, erläutert
in seinem Beitrag, wie
Unilever „Beyond Budgeting“
umsetzt. Er setzt dabei vor
allem auf einen systemischen
Ansatz: die einzelnen
Konzepte bzw. Prozesse für
Zielvereinbarung, Planung,
Investitionsmanagement,
Performance Measurement/Reporting
und Incentives müssen
zusammen betrachtet werden,
will man Erfolg haben. „Perhaps
the most important insight
given to us by the Beyond
Budgeting movement is that
we are talking about a
performance management system,“ so Morlidge.
„A
system made up of a series
of interdependent and
interlocking processes. If
we don’t fully understand
how these processes comes
together to shape practices
and collective behaviour and
deal with the problem
holistically our attempts to
bring about change will be
doomed to failure.“
Aber auch unter
den Beyond Budgeting
Pionieren findet man
Unternehmen, deren Motiv,
sich vom festen Jahresbudget
zu verabschieden, in erster
Linie war, ein effektiveres
Steuerungssystem zu
schaffen.
Eines dieser Unternehmen ist
BHI, ein Geschäftsbereich
der englischen Boots-Gruppe.
Dort wurde die
Unternehmenssteuerung auf
Basis fester Jahresbudgets
durch einen flexiblen
Steuerungsprozess ersetzt,
der den Geschäftsbereich in
die Lage versetzt, die
Dynamik des Umfelds besser
in den Griff zu bekommen.
Matthias Steinke, CFO von
BHI Deutschland, bringt die
Zielsetzung auf den Punkt:
„Es geht nicht mehr darum,
beim monatlichen
Soll-Ist-Vergleich nachträglich
zu klären, was eigentlich
gestern anders war als wir
vorgestern geplant hatten.
In der Vergangenheit kann
ich nichts mehr ändern,
sehr wohl aber in der
Zukunft. Deshalb spielt das
Überwachen der Entwicklung
von Chancen und Risiken bei
uns eine so große Rolle im
Steuerungsprozess: Denn
diese zeigen Ihnen auf, wo
Sie die Zukunft gestalten können,
wie Sie durch bestimmte Maßnahmen
ihre Ziele doch noch
erreichen können, auch wenn
sich im dynamisch verändernden
Umfeld die ursprünglichen
Annahmen und Bedingungen
laufend verändern.“
Beyond Budgeting:
Initiative für profitables
Wachstum?
Viele
Unternehmen, die derzeit
Ihre Controlling-Systeme
einer Neugestaltung
unterwerfen, haben das
Beyond-Budgeting-Konzept
zumindest als Impuls- und
Ideengeber im Visier und
blicken auf die Erfahrungen
der
Beyond-Budgeting-Pioniere.
Wenn auch die meisten der
Unternehmen dabei zunächst
„nur“ an die
Neugestaltung der
Controlling-Systeme denken,
ist das letzte Wort dabei
noch nicht gesprochen.
So berichtete kürzlich das
Handelsblatt unter dem Titel
„UBS
schafft das Budget ab“,
dass man sich bei der
Schweizer Großbank UBS dafür
entschieden hat, die
Organisation neu
auszurichten, nämlich auf
Wachstum, um die
Wachstumschancen im
Wealth-Management-Bereich
besser nutzen zu können
(darüber wurde übrigens
auch beim ersten
deutschen Beyond Budgeting
Summit
vom 8.-10. Juni 2005
berichtet).
Dabei musste auch das Budget
dran glauben: Es hatte eine
zu defensive Haltung der
Manager und Mitarbeiter genährt
- ein kontraproduktives
Verhalten in einer
Wachstumsphase.
In
vielen anderen Unternehmen
verfolgen die
Unternehmensleitungen
derzeit ähnliche Ziele wie
bei der UBS, nämlich das
Unternehmen auf profitables
Wachstum zu trimmen. Es wird
spannend bleiben, welche
Konsequenzen sich für
Controlling, Organisation
und Führung ergeben. Möglicherweise
werden wir in Zukunft Beyond
Budgeting mehr als
Initiative für profitables
Wachstum sehen, denn als
reines Controlling-Projekt.
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Weiteres Material zum
Buch und zum Buchthema:
Einleitung
und Vorwort sowie
Inhaltsverzeichnis des
Buches
(erfordert Acrobat
Reader)
Website
des Beyond Budgeting Round
Table (BBRT)
Deutschsprachiges
Beyond Budgeting
Information-Center
Review
zum ersten deutschen Beyond
Budgeting Summit,
8.-10.6.2005 in Frankfurt/M.
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Weitere
Bücher von Jürgen H. Daum:

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Assets oder die Kunst,
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(Wiley, 2003)...
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